Dagmar Sacher, Richterin am Bundesgerichtshof und
Dr. Marcel Kremer, Richter am Oberlandesgericht Hamm
werden am
Montag, 05. Oktober 2026 um 19:00 Uhr
im Westfälischen Industrieklub,
Markt 6-8, 44137 Dortmund
unter dem Titel:
„Die Arbeit am Bundesgerichtshof“
über ihre Erfahrungen und den Arbeitsalltag am Bundesgerichtshof berichten. Dabei geht es um die besonderen Aufgaben und Arbeitsweisen des Gerichts ebenso wie um die Frage, wie Entscheidungen am BGH vorbereitet und getroffen werden. Der Vortrag verspricht damit einen spannenden Blick hinter die Kulissen des Bundesgerichtshofs und auf die Arbeit seiner Richterinnen und Richter. Im Anschluss besteht Gelegenheit für Fragen und eine gemeinsame Diskussion.
Den Abend möchten wir anschließend wie gewohnt bei einem kleinen Imbiss und guten Gesprächen ausklingen lassen.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und anregende Gespräche.
Frau Sacher ist bei dem Landgericht Dortmund als Richterin und Personaldezernentin in allerbester Erinnerung. Ihre richterliche Laufbahn führte sie vom Landgericht Dortmund über das Oberlandesgericht Hamm mit zwischenzeitlicher Abordnung an das Justizministerium NRW bis zum Bundesgerichtshof, dem sie seit 2014 angehört. Dort ist sie Mitglied des VII. Zivilsenats, der insbesondere für das Bau- und Architektenrecht zuständig ist.
In diesem Zivilsenat des Bundesgerichtshofs war Herr Dr. Kremer im Zeitraum von 2021 bis 2024 als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Herr Dr. Kremer begann seine richterliche Laufbahn bei dem Landgericht Köln und war in der Folgezeit wissenschaftlicher Mitarbeiter zunächst am Bundesverfassungsgericht und sodann am Bundesgerichtshof. Seitdem ist er Richter am Oberlandesgericht Hamm, wo er im 21. Zivilsenat u.a. erneut Bausachen bearbeitet.


Am 23. Februar 2026 durften wir Professor Dr. Klumpe, Vorsitzender Richter am Landgericht Dortmund und Honorarprofessor an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, im Westfälischen Industrieklub begrüßen. In seinem Vortrag „10 Jahre Kartellrecht in 10 Songs“ nahm er die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit auf eine ebenso fundierte wie unterhaltsame Reise durch die Entwicklung des Kartellschadensersatzrechts der vergangenen zehn Jahre.
Anhand prägnanter Beispiele aus Rechtsprechung und Praxis zeigte Professor Dr. Klumpe auf, wie sich dieses Rechtsgebiet durch gesetzgeberische und gerichtliche Weichenstellungen grundlegend verändert hat. Die gelungene Verbindung von juristischer Expertise, wissenschaftlicher Einordnung und humorvollen musikalischen Bezügen sorgte für einen lebendigen und anregenden Abend.
Im Anschluss bot sich bei Erfrischungen und kleinen Häppchen die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zu vertiefenden Gesprächen.


Am 27. November 2024 begrüßten wir in den Räumen des Westfälischen Industrieklubs Dortmund Frau Richterin am Landgericht a. D., Dagmar Scholz, mit ihrem Buch "Vergessene Schicksale - Widerstand gegen das NS-Regime in Dortmund". Gemeinsam mit der Historikerin Dr. Irmtrud Wojak nahm uns Frau Scholz mit Spurensuche. Bei der Vorbereitung eines Klassentreffens stieß Frau Scholz auf das Schicksal zweier Schüler, die während des NS-Regimes mutig Widerstand leisteten und mit ihrem Leben dafür bezahlten. Ihre Nachforschungen führten uns tief hinein in eine viel zu lange vergessene Geschichte, die sich bis ins Gestapo-Museum in Bergen, Norwegen, verfolgen lässt. Dr. Irmtrud Woja, Historikerin und Geschäftsführerin der BUXUS STIFTUNG und Gründerin des Fritz Bauer Forums in Bochum, ergänzte das Thema aus wissenschaftlicher Perspektive als Historikerin und beleuchtete das Erinnern an Widerstanstkämpferinnen und -kämpfer als Einsatz für Menschenrechte und Demokratie.